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Suchtfaktor Zeitung...

Unvergessene(s)

Journalist, Musiker, Flieger

Vor gut 20 Jahren mußte man noch von zwei LPC-Mitgliedern vorgeschlagen werden, um im Luftfahrt-Presse-Club akzeptiert zu werden. Meine beiden "Bürgen" sind der viel zu früh verstorbene Horst Voigt und Hans-Jürgen Reuß. Der eine Pressemann bei Dornier, der andere bei ZF in Friedrichshafen. Horst ist nicht nur ein hervorragender Jazz-Pianist (wir haben uns musikalisch, und nicht journalistisch kennengelernt...), sondern auch Pilot. Es ist letztlich er, der mich an die Fliegerei bringt. Werde ich Dir nie vergessen, Horst...

Wo man lieber schweigen sollte...

Mein Freund und LPC-Kollege Stefan Geisenheyner hat in seinem Leben viel mitgemacht; vom Kindersoldaten in Hitlers letztem Aufgebot bis zum Chefredakteur einer Zeitschrift der US-Navy hat er unendlich viele Geschichten erlebt und noch mehr Weisheiten auf Lager. Erstmals lernen wir uns auf dem Flug des LPC Ende der 80er Jahre nach Washington kennen. Die Stadt ist Stefan natürlich denkbar bekannt; schließlich lag sein Büro jahrelang an der Pennsylvania Avenue, gleich neben dem Weißen Haus. Wir besuchen auch ein Außenlager des Smithonian, in dem damals noch zu restaurierende historische Flugzeuge verwahrt werden, so manches mit Hakenkreuz. Eine Schnauze aber läßt uns frösteln: Die unrestaurierte und ziemlich verkommene Glaskanzel einer B-29 Superfortress. Darauf ein Schriftzug: Enola Gay. Der Hiroshima-Bomber... Bei diesem Anblick können wir alle nur noch schweigen...

Käse im Cockpit

1991, mit der C150 auf dem Rückweg von Nantes

Eigentlich haben wir erstmals Mitte der 80er Jahre Kontakt, als ich für eine Luftfahrt-Geschichte recherchiere; damals ist Hans Ohl Pressesprecher der Bundesanstalt für Flugsicherung. Man ist sich auch ganz sympathisch am Telefon. Ich hätte mir aber nie träumen lassen, daß Hans wenige Jahre später nicht nur mein Kollege im Luftfahrt-Presse-Club sein wird, sondern auch mein Fluglehrer, oder sagen wir mal: häufiger Begleiter auf den Pipers und der Cessna des BFS- und später DFS-Fliegerclubs in Egelsbach. Seit zwanzig Jahren sind wir Freunde, und sein Humor ist unbezahlbar. Besonders, wenn er kurz vor dem Überziehen einer Maschine seelenruhig sein Käsebrot auspackt und anfängt zu futtern...